Büro - sportification
Urban Intervention Award 2010
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung von Berlin hat 2010 den ersten europaweiten Urban Intervention Award ausgelobt. Gesucht waren herausragende realisierte Projekte, die „Beispiele exzellenter Baukunst in Verbindung mit neuen innovativen Nutzungs- und/oder Umnutzungskonzepten sind und im Zusammenwirken von Partnern unterschiedlicher Bereiche und Disziplinen entwickelt wurden.“
Die Projektreihe sportification von complizen Planungsbüro hat es bis in die „finale Selektion“ geschafft und wird in der Ausstellung gezeigt.
Feierliche Preisverleihung des Urban Intervention Award 2010 am 25.11.2010 um 18:00 Uhr in der Alten Zollgarage (ehemaliger Flughafen Tempelhof), Platz der Luftbrücke, 10965 Berlin. Die Ausstellung zum Urban Intervention Award 2010 mit den Arbeiten aus der engeren Auswahl läuft bis zum 10. Januar 2011.
download Doku www.stadtentwicklung.berlin.de
sportification since 2002
Die sportification Idee befasst sich mit der Frage, wie viel Spaß, Sport und Eigeninitiative Stadtplanung zulässt und wie viel Stadt und Architektur in neue Sportarten integriert werden kann.
Die „Sportifizierung“ städtischer Räume ist nicht neu, sondern ein selbstverständlicher Teil unserer zivilisatorischen und inzwischen auch kommerziellen (Stadt-) Gesellschaftsentwicklung. Dennoch: Räume und Sportarten, die jenseits der Interessensphären von Politik, Sportverbänden und Sponsoren liegen, kommen oft zu kurz.
Genau dort untersucht complizen Planungsbüro mit sportification die Ansprüche an urbane Räume. Wie wandeln sich die Möglichkeiten der Stadtnutzung mit dem Wandel unseres Freizeitverhaltes?
Seit 2002 finden jährlich sportification Interventionen an unterschiedlichen Orten statt. Stadtlandschaftliche und architektonische Ressourcen werden sportlich genutzt.
Die sportification-Idee wirbt für eine stärkere Integration von Sport und Stadt. Ziele sind die Verbesserung der Lebensqualität im Wohnumfeld, die Einbindung neuer Zielgruppen bei der Stadtplanung und die Umsetzung kooperativer Planungsstrategien.
Strategischer Ansatz
Immer mehr Menschen nutzen ihr Wohnumfeld für Sport. Die Aktivitäten im Stadtraum zielen zunächst auf die Entwicklung der persönlichen Fitness oder dem Ausgleich im Alltag. Dies ermöglicht Sportlern und Zuschauern einen emotionalen Zugang zu vermeintlich „schwierigen“ Orten aufzubauen.
Hier setzen die sportification Interventionen an,
unabhängig von der Art des Sports und dem Leistungsniveau der Aktiven. Es entsteht ein Bezug zwischen der persönlichen Entwicklung des Individuums und den Fragen der Stadtplanung und Stadtentwicklung. Alle Teilnehmer und Zuschauer sind dazu aufgerufen weiter zu denken und sich mit ihren (sportlichen oder auch nicht sportlichen) Interessen, innerhalb des städtischen Transformationsprozesses zu positionieren.
Ästhetik und Impulse
Die sportification Events zeichnen sich ganz unterschiedliche Gestaltungsansätze aus. Respekt und Rücksicht vor den Interessen der Sportlerinnen und Sportlern haben höchste Priorität. Im Rahmen der Sportification Events sind ganz neue Varianten vorhandener Sportarten entwickelt worden. Beispiele sind das Hochhaus-Frisbee-Rennen, die SkateBAR oder die extrem niedrige Parcourslandschaft „umgekrempelt“. Professionelle Sportler sind als Berater und Kooperationspartner in die Projekte eingebunden. Aus diesen Partnerschaften sind im Laufe der Jahre wiederum neu unabhängige Sportprojekte mit einem urbanen Fokus entstanden.






















