Projekte - Kultur

Zentrum Taufe Eisleben

2. Platz im Gutachterverfahren mit Tobias Grimminger und Josefine Cyranka und Glückwunsch an die Kollegen von AFF Architekten Berlin.

Für Martin Luther ist die Taufe ein entscheidendes Ereignis in seinem Leben, das seinen Glauben prägt und trägt. Dieses Ereignis verbindet er mit der Stadt Eisleben: „Im Übrigen bin ich zu Eisleben geboren und dort in St. Peter getauft.“ Aufgabe ist ein Kirchenraum mit einem Taufort zu schaffen, der Ausdruck des Selbstverständnisses einer aktiven Gemeinde ist, die sich der historischen Bedeutung und Einmaligkeit ihrer Kirche als Taufort von Martin Luther bewusst ist. Die Taufe rückt in den Mittelpunkt des Kirchenschiffes. Sie steht damit unter der Lutherrose und symbolisiert mit dieser Position den Eintritt in die Gemeinde. Über der Taufe schwebt eine verbindende „Lichtwolke“. Sie ist Raumskulptur und inszenierende Beleuchtung zugleich. Die Kirchenschiff-Fenster aus Milchglas erscheinen markant weiss in der Außenfassade als Symbol der Taufe. Alle Elemente der Neugestaltung stehen im Symbolkanon der gotischen Architektur. Sie unterstützen die Authentizität und religiöse Lebendigkeit des Raumes im Spannungsfeld von Bewahrung und Erneuerung.

Artikel unter www.mz-web.de

Areal Steintor-Varietè

Gutachterverfahren zur Sanierung, Erweiterung Steintor-Varietè und Neubau 9 WE, 10.2010, Auftraggeber: event net GmbH

Das Steintor-Varieté ist mit über 1000 Plätzen eine der ältesten und attraktivsten Spielstätten Deutschland. Durch den Erwerb einer angrenzende Immobilie wurde die Möglichkeit geschaffen das Steintor-Varietè in seinen Funktionsflächen zu erweitern und stadträumlich stärker einzubinden - somit eine Chance es zu einem kulturell vielfälltigen Ort weiterzuentwickeln.

Museumsquartier Luthersterbehaus

Museumserweiterung, Wettbewerb mit Tobias Grimminger, 06.2009, Auftraggeber: Stadt Eisleben

Das Museumsquartier wendet sich mit seiner Erschließung über das Sterbehaus der Stadt zu. Es ist dem öffentlichen Raum am Markt und der St.Andreas-Kirche angeschlossen. Der Baukörper des Erweiterungsbaus wendet sich gestisch nach Osten, mit einem einmaligen Blick  auf St. Petri – Luthers Taufkirche. Der artifizielle Ort des Sterbehauses nimmt Bezug auf einen authentischen Ort. Im Museum entsteht ein neuer Ort der Besinnung und der intensiven Kommunikation.

Lutherweg Eisleben - Freiblick

Freiflächengestaltung an der Annenkirche im Rahmen der IBA Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010, Lph 1 - 9, 08.2009, Auftraggeber: Stadt Eisleben

Die Station „Freiblick“ soll als Abschluss des Lutherweges Eisleben in der dramaturgischen Abfolge der Stationen einen „Höhepunkt“ darstellen; unterstrichen wird dies durch die Topographie des Ortes über den Dächern der Stadt. Gestalterisch und inhaltlich ist die Verbindung zur Kirche St.Annen als authentischer Lutherort zu berücksichtigen.

Stadtmuseum Kaufbeuren

Museumserweiterung, Wettbewerb, 08.2007, Auftraggeber: Stadt Kaufbeuren

Das Stadtmuseum befindet sich in einer gewachsenen, dichten Struktur. Die Integration des neuen Baukörpers in die städtebauliche Situation war Maßgabe. Der Erweiterungsbau nimmt die Linien, Formen und die Typologie des Bestandes auf, schmiegt sich an, bleibt jedoch in Ausbildung und Gestus eigenständig. Das Museum als Gebäude wird bewusst ergänzt.

Stiftung Moritzburg

Museum Stiftung Moritzburg Halle/Saale: Museumserweiterung, geladener Wettbewerb, 07.2006, Auftraggeber: Stadt Halle/Saale

Mit dem Bau eines modernen Kunstmuseums in der historischen Burganlage reagiert Halle auf die historische und kulturelle Substanz und die Vielfältigkeit der Stadt im allgemeinen und der Moritzburg im besonderen. Der vorliegende Erweiterungsbau teilt diese Doppelsicht. Die Summe der neuen und alten Elemente bilden eine Einheit und sind das neue Moritzburg Milieu. Eine kommunikative Burg mit vielen Schnittstellen zum städtischen Raum ? die Grundlage für die Intensivierung ihrer Beziehung zu Halle, zu den Besuchern und nicht zuletzt zur zeitgenössischen Kunst.

auch ganz schön www.stiftung-moritzburg.de

Zentrum für zeitgenössische Kunst

Umnutzung eines Bahnhofsgebäudes zum ZfzK - Zentrum für zeitgenössische Kunst, Lph 1 - 3, 05.2006, Auftraggeber: Stadt Halle/Saale

Ein Zentrum für Zeitgenössische Kultur entsteht in Halle-Neustadt. Es nutzt die Nordhalle des S-Bahnhofs Neustadt, ein architekturhistorisch bedeutsames Gebäude aus den 60er Jahren und perspektivisch Teile des über 300 Meter langen Tunnels unter dem Neustädter Platz. Das Konzept des Zentrums ist, eine ambitionierte Off-Spielstätte zu etablieren, die in einer kulturellen Brache entsteht und von Freiheit und räumlicher Nähe zum urbanen Heute lebt.

Kunsthalle Bremen

Kunsthalle, Wettbewerb, 06.2005, Auftraggeber: Stadt Bremen

Der freistehende Anbau interpretiert die hanseatische Mentalität als die Konzentration auf wesentliche Werte: Selbstbewusstsein, Ruhe, Dynamik und Weitsicht. Als geschlossener Monolith schafft der Neubau einen Standort, der Gelassenheit ausstrahlt und gleichzeitig kommunikative Aufgaben übernimmt.

Das Raumpotential ermöglicht eine Bandbreite von logisch kleinen Raumfolgen bis zu großen zusammenhängenden Flächen. Damit wird unterschiedlichen Formatgrößen angemessener Platz geboten unter Berücksichtigung unterschiedlichster Medien.

Kunsthalle Ernst Sachs

Kunsthalle Ernst-Sachs, Wettbewerb, 07.2006, Auftraggeber: Stadt Schweinfurt

geschickte Stellung – geerbte Frische – visionäre Veranlagung
Gemäß der Intention seiner Platzierung übernimmt die Kunsthalle selbstbewusst ihre städtische Funktion und erweitert das Kulturdreieck. Der Innenhof fällt in Richtung Schwimmhalle ab. Die Fenster werden zu Eingangstüren. Im Foyer erlebt der Besucher den mehrschichtigen Raum. Die Seitenwände des Schwimmbeckens erschließen als Rampen die unterschiedlichen Ebenen. Die eingehängte Form bildet ein zweites Geschoss.. Es ergibt sich eine schlichte Dynamik, die sich aus dem Bestand entwickelt. Es entstehen zwei unterschiedliche Rundgänge. Der eine beginnt am Grund des Schwimmbeckens. Dies ist der neutrale Rundgang, ruhig und übersichtlich führt er um den Hof. Der Zweite Rundgang durchkreuzt die Schwimmhalle in Form einer dreidimensionalen Acht. Er ist der figürliche Rundgang, kleinteilig und in der Höhe differenziert. Die Kunsthalle reagiert auf unterschiedlichste Ansprüche an den Ausstellungsraum. Der Entwurf bietet kleinen und großen Formaten Platz und berücksichtigt unterschiedliche Medien. Das Raumkonzept wird Teil des Kommunikationskonzeptes der Kunsthalle.

Theater am Park Linz

Konzerthaus, Wettbewerb, 02.2005, Auftraggeber: Stadt Linz

Die städtebauliche Lösung gibt dem Musiktheater die Position und den Raum, um als prägendes Stadtelement zu wirken. Der Bau selbst positioniert Linz als zukunftsorientierte Spiel- und Forschungsbasis in der internationalen Theaterlandschaft. Der Baukörper schließt den Platz. Das Foyer setzt den öffentlichen Raum fort – außen und innen wird der Raum durch skulpturale Objekte gegliedert. Es ergeben sich abwechslungsreiche, spannungsvolle Raumwechsel, Raumkompositionen aus Licht und Schatten, Farben und Material, Dynamik und Ruhe. Park und Himmel spiegeln sich tags in der Fassade. Seine volle Wirkung entfaltet der Baukörper jedoch in den Abendstunden. Er beginnt zu leuchten; man sieht die innere Struktur wie einen Körper im Gelee. Der Zwischenraum wird zum Lichttheater, der Bau zu einem vielschichtigen und verlockenden Magneten.

Lichtstudio Halle/Saale

Sanierung und Umbau zum Ausstellungsraum, Lph 1 - 4, 10.2002, Auftraggeber: Kulturstiftung des Bundes

mikado - Kunst am Bau

Kunst am Bau, Lph 1 - 9, 06.2001, Auftraggeber: Regierungspräsidium Leipzig

Die Funktion des Gebäudes als Regierungspräsidium definiert dessen Öffentlichkeit. Das Objekt erstreckt sich über drei unterschiedliche Räume, den Pleißemühlgraben, den Raum vor dem Gebäude, sowie dem Innenraum. Sie werden lose verbunden.
Beginnend oder endend im Pleißemühlgraben, ziehen sich kleine und größere Gruppen am Gebäude entlang ins Innere. Dort durchstoßen sie anscheinend die Geschossdecken und durchdringen die einzelnen Etagen. Die Masten wirken von Ferne wie freie Linien, mal stärker, mal weniger gebündelt, direkt auf das Haus gekritzelt oder scheinbar wahllos davor verstreut. Kommt man näher, erlebt man von jedem Punkt der Betrachtung aus eine andere Komposition. Öffentlicher Raum wird geprägt und dringt tief ins Innere des Gebäudes ein.

Lightline - Kunst am Bau

Lichtinstallation, Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg, Kunst am Bau, geladener Wettbewerb 1. Preis, 12.2000, Auftraggeber: Staatshochbauamt Halle

Neubau Kunsthaus Graz

Neubau Kunsthaus Graz, Wettbewerb, 2. Preis, 02.2002, Auftraggeber: Stadt Graz

Für die Stadt, für ein Haus der Kunst gilt es, andere Wirklichkeiten zu entwerfen. Inhaltlich, formal, assoziativ " fortlaufend. Ein fortlaufendes Haus ist ein Gebäude, das Bilder hinter den Bildern zeigt, Gedankenräume.

Die Kunst der Zukunft erfordert eine größere räumliche Vielfalt. Innen, außen, in der dritten Dimension. Wir benutzen ein Raumprogramm der anderen Blicke, das sich nicht über die Quadratmeter der Bodenfläche definiert. Kunst ist die Stadt der Zukunft " und Stadt ist die zukünftige Form von Kunst, haptisch und medial. Wir brauchen im Kunsthaus kein Medienzentrum. Unser Kunsthaus ist ein Medienzentrum, eine promenade médiale.

Der Beobachter sucht sich seine Wege durch die Repräsentationen und Projektionen. Dazu gehört auch der Schlossberg: Von dort ergibt sich die entscheidende Perspektive auf das umgekehrt anamorphische neue Kunsthaus Graz.

complizen Planungsbüro