Projekte - Bildung und Sport

Fontane reloaded

Skateplatz und Radhügel im Märkischen Viertel, Konzeptskizze Lph 1-2, 04.2011, in complizenschaft mit Thilo Folkerts

Attraktive Stadtquartiere brauchen Freiräume für individuelle Bewegung. Informelle Aktivitäten im Freien gewinnen gegenüber vereinsgebundenem Hallensport an Bedeutung. Der Sport ist selbst in Bewegung gekommen. In allen Altersgruppen verändern sich die Sportgewohnheiten.

Für die Ausformung des Skateplatzes schlagen wir vor, eine Art von erweiterter Reproduktion des Fontaneplatzes zu generieren. Aus der Analyse der baulichen Elemente und ihrer Anordnung auf dem Fontaneplatz ergeben sich eine Reihe von sportlichen und choreographischen Möglichkeiten, die auf dem neuen Skateplatz – als Platz! – emuliert werden sollen. In dieser Kombination von sportlichen Möglichkeiten, urbaner Ambiance und einem hohen Grad an Öffentlichkeit lässt sich die Skaterszene für die Chance eines neuen Ortes begeistern.

Wenige und räumlich konzentrierte Eingriffe erweitern den winterlichen Rodelhügel zu einem „Radhügel“. Diese Maßnahmen entlang der Schlittenbahn und an den Böschungen im Süden und Südwesten generieren ein attraktives Bewegungs- und Sportfeld für die Fahrradnutzung in Sommer. Seitlich außerhalb der Rodelpiste werden befahrbare Rampen aus Lehm ausgeformt. Plattformen sind als sportliche Ergänzung, als Sitzgelegenheit und als räumlicher Akzent auf die Böschungskämme aufgesetzt und am Gipfel und Ende der Piste angeordnet.

Eine Bunte Flunder

Ein Stadtteil- und Begegnungszentren (SBZ); Wettbewerb 09.2010; in complizenschaft mit Stefan Petrat und David Brinkhoff

Das neue SBZ in Dierkow ist „Eine Bunte Flunder“. Ein buntes Haus muss es sein!

Unter einem Dach begegnen sich verschiedenste Menschen, verschiedenen Alters und mit ganz „bunten“ Bedürfnissen. Die „Bunte Flunder“ liegt flach in der Landschaft. Sie ist für Alle gut erreichbar, auf einem Hügel leicht erhöht. Ein Aussichtsturm lässt Besucher über das Viertel, die Stadt bis zur Küste schauen. Weithin sichtbar ist der Turm ein Zeichen, ein Auftakt, ein Symbol für die Lebendigkeit in Neu Dierkow. Ein Leuchtturm! Zu Füßen liegt der Stadtteil, liegt die „Bunte Flunder“. In dem Stadtteil- und Begegnungszentrum sind die Räume um den größten Gemeinschaftsraum herum organisieren: Café, Jugend, Kids und Büros und gegenüber Ateliers und ruhigere Angebote.

Schule Riesenklein e.V.

Sanierung der historischen Badanlagen des Wittekindbad und Umnutzung zu einer Schule in freier Trägerschaft, Lph 1 - 8, 09.2008, Auftraggeber: Riesenklein e.V.

Es ist noch gar nicht so lange her, da ist das Riesenklein vom Paulusviertel in die Dessauerstraße gezogen. Wir haben uns eingerichtet, wir haben gemalert, gebaut und gewerkelt, und es ist schön geworden. Mit der Arbeitsgruppe RiesenkleinHaus haben wir in die Zukunft geschaut und überlegt, ob dieses Haus auch für die nächsten 10 oder gar 20 Jahre das bietet, was wir brauchen.

Entspricht es unseren Wünschen? Haben wir genügend Platz? Unterstützen die Räume die pädagogischen Ideen Freinets? Funktionieren die täglichen Abläufe so, dass man damit zufrieden sein kann? Ist die Küche groß genug und könnte man mit ihr das Riesenklein kulinarisch selbstständig versorgen? Wäre ein Garten direkt vor dem Küchenfenster nicht traumhaft? …Viele Fragen, viele Träume. Weil wir fast alle Fragen mit „ja“ beantworten wollen, machten wir uns auf die Suche.

mehr unter www.riesenklein.wordpress.com

Heizhaus - Skatehalle Leipzig

Umbau einer Transformatorenstation zu einer Skatehalle, Lph 1 - 8, 02.2008, Auftraggeber: Urban souls e.V. Bilder von Urban souls e.V.

mehr unter www.heizhaus-leipzig.de

Skatebar Halle/Saale

Umbau eines Raums zu einer Bar und Skatehalle, Lph 1 - 8, 09.2005, Auftraggeber: Thalia Theater Halle/Saale

Mit einem Skate- und BMX-Contest wurde die von complizen entworfene skateBAR eingeweiht. Der kleine Raum erfordert von den Sportlern extreme Rad- und Brettkontrolle. Fast alle Wände der kleinen Bar wurden schräg verbaut, damit Skater und BMXer in dem engen Raum optimal Extremsport treiben können. Gebaut wurde die Bar von BMX-Fahrern des congrav e.V. aus Halle.

Gutenberggymnasium Erfurt

Interieur Design, Wettbewerb, 05.2005, Auftraggeber: Stadt Erfurt

Die Welt zu zeigen, zu vermitteln und zu klären ist eine Aufgabe der Schule. Der Raum dazu muss offen sein für vielschichtige sinnliche Erfahrungen und birgt das Potential, Wahrnehmung zu schulen. Schule muss ein visueller, haptischer und akustischer Raum sein, mit Ausdehnungen in alle Himmelsrichtungen, in die Welt. So wird Neugier geweckt, Interesse gezeugt. Unsere Schule soll das Lernen mit allen Sinnen ermöglichen, die Wahrnehmung der Kinder und Jugendlichen fördern und stimulieren. Dies geschieht vielschichtig.

Das Innere des Gebäudes wird zu einem vertikalen Schulraum, Freiraum und Pausenhof. Die einzelnen Bereiche verweben sich, ein integratives Gesamtes entsteht, Schule wird visuell und sinnlich erlebbar. Unsere Schule soll eine Öffentlichkeit beinhalten und ein eingeschriebenes Potential für die Bespielbarkeit des Gebäudes anbieten. Dies heißt sowohl die vielschichtige Nutzbarkeit bestimmter Funktionsbereiche im Sinne eines Raumangebotes, als auch eine Raumgestalt, die ein Entdecken von Ecken, von Wegen durch das Gebäude, dem Gebäude selber, durch die Schüler ermöglicht, sogar das Bedürfnis entstehen lässt. Das Gebäude wird „sich angeeignet“ und Bestandteil der Identifikation. Unsere Schule soll das Potential des „Lernen von den Großen“ ausnutzen. Durch den integrativen Gesamtraum wird eine Schulgemeinschaft gefördert.

Universitätsbibliothek Leipzig

Erweiterung der Universitätsbibliothek, Wettbewerb, 04.2003, Auftraggeber: Stadt Leipzig

Der Erweiterungsbau für die Deutsche Bibliothek wird als eine sammelnde Institution begriffen. Informationsträger sind im Bestand bereits übereinandergestapelt, das Gebäude wuchs in die Höhe, nun in die Breite. Die innere Organisation der unterschiedlichen Funktionen folgt diesem Prinzip der Komprimierung von Information und Wissen; Sie werden aufeinander geschichtet.
Eine „dicke Packung“ entsteht.

So entsteht ein Solitär, der in seiner stadträumlichen Positionierung den Deutschen Platz nicht schließt und einen Raumfluss ermöglicht. Gleichzeitig aber auch als Bindeglied zwischen der offenen Bebauungsstruktur aus den 70er Jahren zur Stadt und dem Deutschen Platz funktioniert. Die freie Fläche vor dem neuen Erweiterungsbau wird zur Straße hin mit einer artifiziellen Landschaft geschlossen.

Dapti - Universitätsbibliothek

Neubau Universitätsbibliothek Dresden, Wettbewerb, 04.2003, Auftraggeber: Stadt Dresden

Das Gebäude der Bibliothek steht raumgreifend an den Kanten des Baufeldes. Es überkragt einen Teil des „Platzes“, lässt „darunter“ einen Raum zum Platz und Gebäude gehörig entstehen, welcher durch das Gebäude hindurch belichtet wird. Es entstehen Zwischenräume. Über eine Rampe, die sich zum Hauptgebäude ausrichtet, erreicht der Nutzer das Gebäude, streift an den Bücherregalen entlang mit einem Blick auf den Platz, dem Außenraum, nach oben. Taucht man in die einzelnen Plateaus ein, geht man durch sie hindurch, gelangt man in den Kernbereich mit den in den Raum kragenden Arbeitsplätzen auf verschiedenen Ebenen.

Der innere konzentrierte Raum, als großes Volumen, eingeschlossen von den Büchern, wird durch die „Tröte“ von oben belichtet. Durch die Ausbildung der Form wird der Raum vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Die nördliche Innenfläche dient dabei als Reflektionsfläche, um Licht in den Raum zu tragen.

all about the body

Geladener Wettbewerb zur Erweiterung der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, 04.2001, Auftraggeber: HGB Leipzig

Aufgabe von Kunst war und ist immer schon, neue Realitäten zu schaffen und zu visualisieren. Die Hochschule bietet den Raum, wo Wirklichkeiten erfunden, entwickelt, diskutiert und visualisiert werden. Der Ort des Prozesses, Werkstatt, Atelier. Digitale und analoge, virtuelle und haptische Forschungsmethoden werden parallel und vernetzt angewandt, beeinflussen einander.
Wir glauben, dass das größte Potential einer Hochschule für Grafik und Buchkunst, einer „Academy of Visual Arts“ sich durch das aufeinandertreffen solcher verschiedensten Wirklichkeiten realisiert. Anspruch des Projektes was es, mit bestehenden Wirklichkeiten zu arbeiten, neue zu erfinden und sie in einem Raum zu vereinigen.

Games, fairy-tales, legends from history, all the paraphernalia of make-believe (and so media) can be adaptes an even embodied in a phisical plan. Thomas Pynchon in Gravity’s Rainbow Gebäudes.

complizen Planungsbüro